Frühsommer 2026
Dentelles, Tarn, Dordogne, Auvergne, Burgund

Diese Reise führte mich wieder in Provence, allerdings war dies nur ein Ziel unter anderen.
Ich startete in Beaumes-de-Venise am Südhang der Dentelles. Dort bewegte ich mich auf Wegen, die mir von früheren Reisen bekannt waren, entdeckte aber auch neue. Wieder fuhr ich auf dem Gipfel des Mt. Ventoux, diesmal über Schotterwege auf der Südseite des Massivs. Wieder traf ich Friederike und Michael, und wir verbrachten manche Stunde bei gutem Essen mit netten Gesprächen.
Nach 2 Wochen fuhr ich zum Tarn, den wir schon einmal vor 40 Jahren zum Paddeln besucht hatten. Meine Radtouren führten mich auf die Causses zu beiden Seiten der grandiosen Schlucht. Stunden lang fuhr ich durch diese einsame Gegend, ohne auch nur auf eine menschliche Siedlung zu stoßen. Auf diesen Runden kamen schnell 1000 und mehr Höhenmeter zusammen.
Drittes Etappenziel war die Dordogne. Nicht so spektakulär wie die Tarnschlucht, deutlich lieblicher, aber mit den imposanten Felswänden an den Prallseiten des Flusses eine Reise wert. Das dachten sich wohl auch die früheren französischen Adligen, die in dem Gebiet ihre herrschaftlichen Schlösser errichten ließen. Die ausgedehnten Kastanienwälder spendeten willkommenen Schatten auf meinen Radtouren, kratzten doch die Temperaturen an der 40 Grad Marke.
Die Hitze war auch ein Grund, die Dordogne zu verlassen und weiter nördlich auf 1000 m Höhe ein neues Lager aufzuschlagen. In Besse in der Auvergne fand ich den richtigen Campingplatz, von dem aus ich den Randbereich des Parks der Vulkane erkunden konnte. Hier war ich nicht allein mit dem MTB. Toll ausgeschilderte und gut fahrbare Trails durch die Wälder zwischen Bergen und Maaren lockten viele Biker an, aber auch Wanderer bevölkerten das Gebirge.
Auf der Rückfahrt machte ich noch Station im Burgund, vor allem des Weines wegen. Aber ich hatte mir den falschen Landstrich ausgesucht. Bei mir wuchs kein Wein. Dafür stieß ich auf einen Campingplatz, der mein Herz höher schlagen ließ. Viel Platz, hohe Bäume, die viel Schatten warfen, kaum Menschen auf dem Platz und ein Flüsschen, das zum Baden einlud - eine Wohltat an den anhaltend heißen Tagen.